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Gemeinsam ist man stärker

Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen

Die Diagnose einer Erkrankung ist für viele Betroffene und deren Angehörige ein einschneidendes Ereignis und meist mit einer Fülle von medizinischen, emotionalen oder sozialen Fragen und Problemen verbunden. Ergänzend zur Behandlung durch erfahrene Ärzte, Therapeuten und Pflegekräfte benötigen viele Betroffene Zeit und Unterstützung, um ihre Erkrankung annehmen und mit ihr leben zu können. Ein wichtiger Schritt, um dieses Ziel zu erreichen, ist der Kontakt zu Selbsthilfegruppen.

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    Aktive Unterstützung erhalten die Betroffenen hier bei uns in der Rehaklinik Heidelberg-Königstuhl, denn wir arbeiten bereits seit mehreren Jahren mit dem Heidelberger Selbsthilfebüro sowie regionalen Selbsthilfegruppen aus den unterschiedlichsten Bereichen zusammen.

    Dabei verstehen wir uns zukünftig nicht mehr nur als Treff- und Anlaufpunkt für Selbsthilfegruppen sondern heben die Zusammenarbeit auf eine nächste Stufe: Das Qualitätssiegel "Selbsthilfefreundliche Rehaklinik", das durch das Netzwerk für Patientenorientierung im Gesundheitswesen vergeben wird. Das Siegel umfasst Qualitätskriterien, die nun gemeinsam von Selbsthilfegruppen, dem Heidelberger Selbsthilfebüro und der Rehaklinik Heidelberg-Königstuhl umgesetzt werden.

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Kontakte

  • Heidelberger Selbsthilfebüro
    Unter dem Motto "Menschen stärken Menschen" berät und unterstützt das Heidelberger Selbsthilfebüro von Krankheit Betroffene und deren Angehörige sowie ganz allgemein Menschen in schwierigen Lebenslagen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter informieren kompetent über Möglichkeiten und Grenzen der Selbsthilfe. Gemeinsam mit den Betroffenen und Angehörigen klären sie, welche nächsten Schritte die passenden sind. Darüber hinaus beraten sie bei der Suche nach Mitbetroffenen und knüpfen Kontakte zu Selbsthilfegruppen und Fachleuten.
    Weitere Informationen: www.selbsthilfe-heidelberg.de 
     
  • Kooperierende Selbsthilfegruppen...
    • pulmonale hypertonie e.V.
      Der Verein pulmonale hypertonie (ph) e.v. hilft Betroffenen und deren Angehörigen nach der Diagnose Lungenhochdruck. Ziel ist es u.a., Informationen über Symptome und Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie weiterzugeben und Kontakte zu spezialisierten Ärzten zu vermitteln.
      Weitere Informationen: info@phev.de; www.phev.de
    • Diabetiker-Stammtisch Heidelberg
      Zwei Selbsthilfegruppen, eine für Typ 1 – Diabetiker und die Typ 2 - Diabetiker treffen sich zum Austausch. Es finden meist Vorträge von und Diskussion mit Referenten zu aktuellen Diabetes-Themen statt. Der Erfahrungsaustausch kommt aber auch nicht zu kurz. Neue Teilnehmende, auch Angehörige, sind immer gern gesehen.
      Weitere Informationen: d.sch.hd@t-online.de
    • Selbsthilfegruppe Herz Sinsheim
      In der Gruppe sind Betroffene mit Krankheitsbildern vom leichten Herzinfarkt über Angina pektoris, schweren Herzrhythmusstörungen bis hin zur schweren Herzinsuffizienz. Die meisten Teilnehmer haben einen Herzinfarkt oder eine Bypassoperation hinter sich, und brauchen nach dem Reha-Aufenthalt Unterstützung und Gespräche, um wieder ins normale Leben zurückkehren zu können.
      Weitere Informationen: herzselbst-sinsheim@web.de
    • Kreuzbund Heidelberg
      Der Kreuzbund Heidelberg bietet seit 1979 als Sucht-Selbsthilfegruppe Suchtkranken und Angehörigen Unterstützung dabei, Wege in ein suchtmittelfreies Leben zu finden. Er informiert u.a. über Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten. Durch individuelle Hilfe in den Gruppen sollen die Genesungschancen für suchtbetroffene Menschen und Angehörige erhöht und diese wieder eingegliedert werden in Familie, Beruf und Gesellschaft.
      Weitere Informationen: www.kreuzbund.de
    • Adipositas Selbsthilfegruppe Heidelberg
      Sie ist primär für Menschen gedacht, die sich nach einem langen Leidensweg entschieden haben, sich einer bariatrischen OP zu unterziehen. Durch diese Operationen reduziert sich nicht nur das Gewicht, was allein schon einen enormer Gewinn an Lebensqualität mit sich bringt, sondern die gewichtassoziierten Begleiterkrankungen übergewichtiger Menschen wie Diabetes und Hypertonie bessern sich dramatisch. Da diese Veränderung sowohl vor als auch nach einer OP viele Fragen mit sich bringt, trifft sich die Gruppe monatlich zum Austausch.
      Weitere Informationen: www.selbsthilfegruppen-adipositas.de; info@shg-heidelberg-adipositas.com
    • Tinnitus Oftersheim
      Tinnitus, das quälende und nervende Ohrgeräusch, tritt in zahllosen Erscheinungsformen auf. Im chronischen Stadium ist ihm mit keiner Pille, keiner Technik und kaum einer klassischen Maßnahme beizukommen. In einer Gruppe gleichermaßen Betroffener lernt man den Umgang mit seinem Tinnitus.
      Weitere Informationen: www.tinnitus-liga.de
    • Selbsthilfegruppe "Schmerz lass nach!" Weinheim und Mannheim
      Der Name der Selbsthilfegruppen ist Anliegen und Programm für die beiden Gruppen, die sich mit den verschiedensten chronischen Schmerzen bzw. Schmerzursachen befassen. Es ist möglich, gegenseitig voneinander zu lernen– auch wenn es sich nicht um die gleiche Diagnose handelt. Achtsamkeit mit sich selbst und die Akzeptanz der Lebensumstände bringen die Teilnehmenden voran.
      Weitere Informationen: http://www.schmerz-lass-nach-weinheim.de/ 
    • Defi-Selbsthilfegruppe Heidelberg
      Der ICD (implantierbarer Cardioverter Defibrillator) ist ein Gerät, das Patienten mit hohem Risiko für lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen implantiert wird. Er ist Schrittmacher und Defibrillator in einem. Schlägt das Herz zu langsam, gibt das Gerät leichte Impulse ab, um die Pumpleistung konstant zu halten. Viele Patienten suchen nach der Implantation Antworten auf Ihre Fragen zum Leben mit dem "Defi". Hilfe können Sie in der Defi-Selbsthilfegruppe finden. Gemeinsam sind wir stark!
      Weitere Informationen: www.defibrillator-deutschland.de
    • Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew / Gruppe Heidelberg
      Morbus Bechterew ist eine entzündliche Erkrankung der Wirbelsäule und zählt zum rheumatischen Formenkreis. Durch die Entzündungen bilden sich Kalkablagerungen an den Wirbeln, die zur Versteifung der Wirbelsäule führen können. Dies kann aufgehalten werden durch Trocken- und Wassergymnastik, die die Gruppe neben den Gruppentreffen anbietet.
      Weitere Informationen: www.dvmb-bw.de
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Auszeichnung

Rehaklinik Heidelberg-Königstuhl ist "Selbsthilfefreundliche Rehaklinik"

Die Rehaklinik Heidelberg-Königstuhl darf sich ab sofort "Selbsthilfefreundliche Rehaklinik" nennen. Vergeben wird die Auszeichnung durch das Netzwerk "Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheits-wesen" und steht am Ende eines intensiven Zertifizierungsprozesses. Im Verbund der RehaZentren Baden-Württemberg ist die Rehaklinik auf dem Königstuhl nach der Rehaklinik Ob der Tauber (Bad Mergentheim) bereits die zweite "Selbsthilfefreundliche Rehaklinik".

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    Die Diagnose einer Erkrankung ist für viele Betroffene und deren Angehörige ein einschneidendes Ereignis und meist mit einer Fülle von medizinischen, emotionalen oder sozialen Fragen und Problemen verbunden. Ergänzend zur Behandlung durch erfahrene Ärzte, Therapeuten und Pflegekräfte benötigen viele Betroffene Zeit und Unterstützung, um ihre Erkrankung annehmen und mit ihr leben zu können. Ein wichtiger Schritt, um dieses Ziel zu erreichen, ist der Kontakt zu Selbsthilfegruppen.

    Dementsprechend haben sich Selbsthilfegruppen mittlerweile zu einem festen Bestandteil unseres Gesundheitssystems entwickelt. Gängigen Schätzungen zu Folge sind bundesweit um die 3,5 Millionen Engagierte in 70 - 100.000 Selbsthilfegruppen tätig - zu fast jedem gesundheitlichen und sozialen Thema. Dies birgt ein enormes Potenzial an Erfahrungswissen und Betroffenenkompetenz, welches die professionelle, medizinische Versorgung bereichern und ergänzen kann.

    „In den Gruppen finden die Betroffenen sowohl Erfahrungswissen im Umgang mit ihrer Krankheit als auch emotionale Unterstützung durch Gleichgesinnte. Dieser intensive Austausch spielt für den Genesungsprozess eine wichtige Rolle. Er kann verhindern, dass Patienten nach ihrem Rehaaufenthalt in ein Loch fallen. Aber auch Ärzte, Therapeuten und Pflegende profitieren von den Erfahrungen der Selbsthilfegruppen und können ihre Patientinnen und Patienten in Therapie und Pflege noch besser unterstützen“, erläutert Dr. med. Robert Nechwatal, Chefarzt der Rehaklinik Heidelberg-Königstuhl.

    Die langjährige intensive und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Rehaklinik Heidelberg-Königstuhl mit zahlreichen Selbsthilfegruppen wurde nun auch offiziell bestätigt und belohnt: Das Netzwerk „Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen hat die Heidelberger Rehaklinik als „Selbsthilfefreundliche Rehaklinik“ ausgezeichnet. Der Auszeichnung liegt ein längerer und intensiver Weg zugrunde: Gemeinsam mit dem Heidelberger Selbsthilfebüro und regionalen Selbsthilfegruppen beschreitet die Klinik engagiert den Weg, ihr ärztliches und pflegerisches Handeln durch das Erfahrungswissen der Selbsthilfe zu erweitern und nachhaltig den Kontakt zwischen Patienten und Selbsthilfe zu fördern.

    Zu den ersten Gratulantinnen gehörte Dr. Constanze Schaal, Geschäftsführerin der RehaZentren Baden-Württemberg gGmbH: „In den Rehakliniken unseres Verbundes ist die Selbsthilfefreundlichkeit ein Kernelement der Patientenversorgung. Mit der Auszeichnung „Selbsthilfefreundliche Rehaklinik“ heben wir die elementar wichtige Zusammenarbeit mit der Selbsthilfe auf eine weitere, hochprofessionelle Stufe. Mein Dank gilt allen Beteiligten und wir nehmen die Auszeichnung nicht nur als Bestätigung für die geleistete Arbeit sondern auch als Ansporn für die Zukunft." 

    Qualitätskriterien
    Speziell abgestimmt auf die besonderen Belange von Rehabilitationskliniken und ihren Patienten hat das Netzwerk „Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen“ Qualitätskriterien entwickelt. Sie bilden die wichtigsten Aspekte der Selbsthilfefreundlichkeit ab und bieten eine gute Orientierung, wie die Zusammenarbeit zwischen Rehabilitationsklinik und Selbsthilfe konkret gestaltet werden kann. Gleichzeitig ist ihre Erfüllung Voraussetzung für die Zertifizierung zur „Selbsthilfefreundlichen Rehaklinik“.

    Dazu gehört unter anderem, die nötige Infrastruktur wie z.B. Räumlichkeiten für Treffen der Selbsthilfegruppen zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus wird eine Selbsthilfebeauftragte benannt und es muss gewährleistet sein, dass Patientinnen und Patienten vom medizinischen Personal über Selbsthilfegruppen informiert werden und die Selbsthilfe in die Öffentlichkeitsarbeit eingebunden wird. Ebenso finden regelmäßige Qualitätszirkel zum Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen Rehaklinik, Selbsthilfegruppen und Selbsthilfekontaktstelle statt.

    „Über die erfolgreiche Zertifizierung zur Selbsthilfefreundlichen Rehaklinik freuen wir uns nicht nur, wir dürfen auch stolz sein. Das Erreichte ist eine Gemeinschaftsleistung unseres ganzen Teams. Ein ganz besonderer Dank geht nicht nur an die Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Selbsthilfegruppen für ihre kontinuierliche Arbeit und ihr Engagement sondern auch an unseren Kooperationspartner, das Heidelberger Selbsthilfebüro und Marion Pedak, die Selbsthilfebeauftragte unserer Klinik", so Stephan Hörl, Kaufmännischer Leiter der Rehaklinik Heidelberg-Königstuhl.

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