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Spezielles Reha-Programm für Patienten nach Covid-19-Erkrankung

Ungefähr 14 Prozent der Infizierten mit Covid-19 haben einen schweren Verlauf der Erkrankung und müssen auf der Intensivstation behandelt werden. Patienten, die unter körperlichen und psychischen Folgeerscheinungen ihrer Erkrankung leiden, unterstützt wir in der Rehaklinik Heidelberg-Königstuhl mit einem eigens an diese Bedürfnisse angepassten Rehabilitations-Programm. Dabei biete wir mit unserem speziellen Hygienekonzept und engmaschigen Untersuchungen größtmögliche Sicherheit. 

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    Auch wenn Infizierte in den meisten Fällen unter eher schwach ausgeprägten Krankheitszeichen leiden, kommt es in ungefähr 14 Prozent der Fälle zu einer schweren Covid-19-Erkrankung, die im Ernstfall sogar intensivmedizinisch behandelt werden muss. Nicht selten leiden diese Patienten in der Folge an einer erheblich verminderten körperlichen Leistungsfähigkeit. Diese zeigt sich insbesondere in einer Schwächung der Muskulatur durch den langen Krankenhausaufenthalt, Einschränkungen der Lungenfunktion aber auch psychischen Beeinträchtigungen wie Angst und depressiven Symptomen.

    In der Rehaklinik Heidelberg-Königstuhl bieten wir nun mit unserer langjährigen Erfahrung auf dem Gebiet der Rehabilitation von Herz- und Lungenerkrankungen ein spezielles Rehabilitationsprogramm für Patienten an, die an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung leiden und nicht mehr infektiös sind.

    Covid-19-Erkrankung
    „Die Symptome der neuen Lungenkrankheit sind eher unspezifisch“, erklärt Chefarzt Dr. med. Robert Nechwatal. Und weiter: „Fieber, trockener Husten und Atemprobleme können auch bei einer Grippe auftreten. Manche Betroffene haben nur eine leichte Erkältungssymptomatik. Auf der anderen Seite können Patienten, insbesondere bei schwerem Verlauf mit akutem Lungenversagen und Sauerstoffunter-versorgung durch COVID-19, auch kardiovaskuläre Komplikationen erleiden. Diese können Myokardschädigungen wie Myokarditis, akutem Myokardinfarkt, Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen und venöse thromboembolische Ereignisse einschließen."

    Besonders gefährdet für einen schweren Verlauf sind Menschen über 65 aber auch Personen mit chronischen Atemwegserkrankungen, erhöhtem Blutdruck, Herzkreislauferkrankungen oder Diabetes und solche, deren Immunsystem bereits geschwächt ist. Bei diesen Vorerkrankungen kann Covid-19 einen lebensbedrohenden Verlauf nehmen.

    Unser speziell angepasstes Rehabilitations-Programm
    Insbesondere für Patienten, die unter den Folgen einer schweren Covid-19-Erkrankung leiden, bieten wir hier auf dem Königstuhl ein speziell entwickeltes Konzept zur rehabilitationsmedizinischen Nachbehandlung an.

    Von einer medizinischen Rehabilitation können diese nachhaltig profitieren, denn, so erklärt Chefarzt Dr. Robert Nechwatal: "Auch wenn zum jetzigen Zeitpunkt noch keine sicheren Aussagen zu Langzeitfolgen einer überstandenen Erkrankung getroffen werden können, wird vermutet, dass Covid-19 die Lunge auch dauerhaft schädigen kann. Die Frage, ob es zu irreversiblen Einschränkungen der Lungenfunktion kommt, lässt sich noch nicht beantworten. Gerade an Covid-19-Erkrankte, die an zusätzlichen chronischen Erkrankungen leiden, können jedoch vermutlich von einer professionellen Weiterbehandlung im Rahmen einer Rehabilitation am besten profitieren".

    Neben einer speziell angepassten physio- und sporttherapeutischen Behandlung legen wir hierbei den Fokus auf die Behandlung der pneumologischen und kardiologischen Funktionseinschränkungen.

    Zudem verfügt unsere Rehaklinik über ein kompetentes Team im psychologischen Bereich, das seelischen Beeinträchtigungen und Störungen erkennt und zielgerichtet behandelt.

    Die neu konzipierte Reha-Maßnahme eignet sich besonders als Anschlussheilbehandlung direkt im Anschluss auf den Aufenthalt in der Klinik.

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Post-Covid Check: Qualitätsgeprüfte Rehaklinik

Auszeichnung für spezielle Reha-Programme nach Covid-Erkrankung

Viele Menschen überstehen eine Infektion mit dem Corona-Virus ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen. Andere hingegen leiden Wochen oder Monate später noch unter anhaltenden Symptomen.

Mediziner sprechen in diesen Fällen vom „Post-Covid-Syndrom“ oder von „Long-Covid“. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) gehören ein ausgeprägtes Erschöpfungssyndrom (Fatique), Atemnot und Husten sowie Depressionen zu den häufigsten Symptomen, mit denen Betroffene zu kämpfen haben.

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    In den Kliniken aus dem Verbund der RehaZentren Baden-Württemberg bieten wir Betroffenen professionelle Hilfe an. Unsere speziellen Reha-Programme für Patient*innen nach Covid-Erkrankung umfassen dabei neben den körperlichen Aspekten der Erkrankung auch die psychologische Seite. Diese sind gleichermaßen für Patient*innen geeignet, die eine Nachbetreuung im Anschluss an die intensivmedizinische Behandlung benötigen, wie auch für Betroffene, die nach eigentlich moderaten Krankheitsverläufen nicht mehr auf die Beine kommen.

    Das trägerübergreifende Rehaportal „Qualitaetskliniken.de“ hat deutschlandweit die Angebote für Reha-Programme nach Covid-Erkrankung unter die Lupe genommen und das Gütesiegel „Post-Covid Check“ entwickelt. Mit der Verleihung des Siegels bestätigt „Qualitaetskliniken.de“ auch Kliniken aus dem Verbund der RehaZentren Baden-Württemberg höchste Standards in der Post-Covid-Behandlung.

    Ausgezeichnet werden Rehakliniken, wenn sie folgende zentralen Punkte nachweislich erfüllen:

    • Nachgewiesene Expertise bei der Behandlung von Post-Covid-Symptomen

    • Interdisziplinäre Diagnostik

    • Analyse der Symptome durch Experten verschiedener Fachrichtungen

    • Fachabteilungsübergreifende Behandlung

    • Therapiekonzepte nach aktuellsten ärztlichen Leitlinien

    • Überprüfung der individuellen Therapieziele

    Weietere Informationen: www.qualitaetskliniken.de

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SWR berichtet über spezielles Reha-Programm nach Covid-19-Erkrankung

In Deutschland haben inzwischen mehr als 150.000 Menschen eine Corona-Infektion überstanden. Einige leiden noch lange unter den Folgen. Die Rehaklinik Heidelberg-Königstuhl hat für diese Patienten ein spezielles Reha-Programm entwickelt und unterstützt derzeit 10 Betroffene auf dem Weg zurück ins "normale" Leben.

Link zum Bericht in der SWR-Mediathek
 

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